Kurzbericht:
Wildschütz: Man findet im Internet, speziell im taucher.net, jede Menge Reiseberichte. Letztlich haben uns diese Berichte neugierig gemacht. Unser Ziel bzw. Wunsch war es ursprünglich einen Ersatz für die lange Fahrt nach Hemmoor zu finden. Dazu sollte der See über gute Sichtweiten, ausreichende Tiefen und Attraktionen verfügen. Um es kurz zu machen: Wildschütz erfüllt diese Wünsche vollständig.
Volker Buder, der Pächter, hat sich sehr viel Mühe gegeben den See attraktiv zu gestalten. Neben den authentischen Arbeitsgeräten die während der aktiven Phase des Steinbruchs verwendet wurden, kann man auch jede Menge "künstlicher" Gegenstände betauchen. Angefangen bei einem Flugzeug und endend bei einer Telefonzelle. Alle Sehenswürdigkeiten sind mit Bojen gekennzeichnet, so dass man ganz gezielt die einzelnen Attraktionen antauchen kann. Teilweise sind dazu Abstiege in bis zu 60m erforderlich die für den geübten Taucher aber auf Grund der guten Sichtverhältnisse kein Problem darstellen sollten.
Die maximale Tiefe des Sees beschränkt sich auf ca. 73m. An diesem Punkt befindet sich auch noch eine alte Pumpenstation, die ausgiebig erforscht werden kann. Die meisten Attraktionen befinden sich allerdings im 12m bis 45m Bereich und sich auch für Sporttaucher ohne Probleme zu erreichen.
Leider war die Unterkunft vom Volker, die sich direkt am See befindet schon belegt, so dass wir in einen 15km entfernten Vorort von Torgau untergekommen sind. Für 15 EUR inkl. Frühstück konnten wir verhältnismäßig günstig wohnen. Als besonderer Service wurde unser Tauchgepäck auch von einem klitzekleinen, völlig harmlosen Rotweiler namens "Benn" bewacht. Mit anderen Worten: Hätte einer während der Nacht versucht in die Garage einzudringen, hätte derjenige das mit seinem Leben bezahlt. Überhaupt waren unsere Gastgeber sehr nett, ein älteres Ehepaar, die sich über einen kleinen Pensionsbetrieb die Rente aufbessern. Das Frühstück reichhaltig und die servierten Semmeln haben für den ganzen Tag ausgereicht.
Überaus positiv empfanden wir die Außenanlage des Sees. Spezielle Bänke, viele Tische mit Stühlen, eine kleine Hütte zum unterstellen wenn es mal regnen sollte, sehr saubere Sanitäranlagen mit Dusche und ein eigener Grillplatz ließen unsere Taucherherzen höher schlagen. Hier muss man ganz klar sagen, dass der Service über die Gerätschaften wesentlich besser ist als in Hemmoor. Nur mit dem lieben Volker konnten wir uns nicht anfreunden - irgendwie war unser Humor nicht der selbe... aber dennoch sind wir sachlich-neutral bedient worden.
Übrigens liegen die Flaschenfüllpreise bei zärtlichen 6 EUR für eine Mono 12er. Zuzüglich der 8 EUR für eine Tageskarte. Da wird die Geldbörse schon ein wenig strapaziert. Nach Rücksprache mit ein paar "Einheimischen" stellte sich aber auch heraus, dass die Preise als "normal" gelten. Unserer Meinung nach ein wenig happig. Nun ja, wir haben es ertragen wie wahre Männer und die TGs trotzdem genossen.
Tauchen mit Trimix bereitet übrigens, im Vergleich zu Hemmoor, keine Probleme. Volker besteht auf eine gewisse Anzahl von Tauchgängen, zwei ersten Stufen und einem gültigen Tauchbrevet mit gesundheitlichem Zeugnis. Anfänger werden hier bevorzugt nicht zugelassen, hauptsächlich weil der See ringsum sofort auf 40m und mehr abfällt und die Unfallgefahr einfach zu groß wird. Meiner Meinung nach eine nachvollziehbare Entscheidung.
Um vielleicht mal ein Gefühl dafür zu bekommen wie steil der See abfällt. An einem Tauchplatz sind nach ca. 10m Entfernung vom Ufer schlappe 50m unter dem Taucher - das lässt in etwa den Steilheitsgrad der Wände erahnen. Für geübte Steilwandliebhaber ein Eldorado!
Leider hatte ich meine UW-Kamera nicht im Einsatz, daher nur ein paar Umgebungsfotos. Da diese nicht so fürchterlich interessant sind, gibt es keine Vergrößerung der Bilder. Wenn einer unbedingt Fotos haben möchte kann er mich gerne anmailen.
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Vorbereitung für Trimix Tauchgang |
Komfortable Bänke |
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Panoramabild vom See
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Hoffe es hat gefallen...
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