Schläuche  
  Wie genau werden die Schläuche angebracht, welche Längen sind zu verwenden?  
 
Probleme beim Stagehandling?
Um die in den Griff zu bekommen, gibt es ein eigenes Kapitel. Hier wird der Umgang mit einer Stage, wie auch der Umgang mit mehr als 2 Stages ausführlich beschrieben.

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Immer schön durchatmen!
Wie berechnet der Taucher eigentlich seine Gasreserven, so dass in jedem Fall lebend die Oberfläche erreicht wird? ...

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Sinn und Zweck:
Schläuche verbinden logischer Weise die Atemregler mit den unterschiedlichen Ausrüstungsteilen. Somit ist der Sinn und Zweck fürs Erste erläutert. Allerdings dürfen Schläuche auch nicht im Weg zu sein und sollten deshalb so eng wie möglich am Körper des Tauchers anliegen. Gleichzeitig muss zumindest der Schlauch für den Hauptregler genügend Länge und Flexibilität aufweisen um einen Tauchpartner im Notfall schnell mit dem lebensnotwendigen Atemgas versorgen zu können.

Varianten:
Jeder Schlauch hat bei dem DIR System eine bestimmte Länge, die auch eingehalten werden sollte. Erscheinen Schlauchlängen zu kurz ist dies ein Hinweis darauf das entweder etwas falsch konfiguriert ist, oder der Trainingsstand des Tauchers derzeit noch nicht ausreicht um mit der Ausrüstung umzugehen. In solchen Fällen bietet es sich an einen kompetenten Fachmann anzusprechen, idealer Weise einen GUE Instruktor. Kontakte können hervorragend über die GUE Homepage geknüpft werden. Die nachfolgende Auflistung entspricht den "Vorgaben" von GUE und ist wirklich perfekt.

Schlauchbezeichnung (dt.)
Länge in cm
Länge in ft/inch
Langer Schlauch
210cm
7 ft
Kurzer Schlauch
56 cm
22 inch
Finimeterschlauch (Doppelgerät)
56 cm
22 inch
Finimeterschlauch (Monogerät)
61 cm
24 inch
Inflatorschlauch - Argon-Set
56 cm
22 inch
Inflatorschlauch - Wing
56 cm
22 inch
Finimeterschlauch - Stage
15 cm
6 inch
Schlauch für Stage-Automaten
101 cm
40 inch

Man merkt schnell, dass das DIR System hier relativ strikt vorgeht und die Länge der Schläuche genau vorschreibt. Das Resultat ist allerdings verblüffend - die Schlauchlängen sind so gut abgestimmt, dass Schläuche weder Schlaufen werfen noch zu stramm am Körper anliegen. Dabei spielt kurioserweise die Körpergröße des Tauchers keine Rolle.

Mindestvoraussetzung:
Als Mindestvoraussetzungen sind nicht nur die Schlauchlängen zu nennen. Erst durch die korrekte Gesamtkonfiguration (Wing, Lampe etc.) können die Schlauchlängen ideal ausgenutzt werden. Daher wird im DIR System auch genau beschrieben wie eine Schlauchführung zu erfolgen hat. Eine Einhaltung dieser Merkmale garantiert dem Taucher die ideale Schlauchführung. An dieser Stelle sei aber auch darauf hingewiesen, dass wenn andere Ausrüstungsteile verwendet werden, die nicht den empfohlenen Richtlinien entsprechen, die Ausrüstung vermutlich nicht vernünftig funktionieren wird.

DIR Anwendung:
Wie erfolgt aber nun die korrekte Schlauchführung? Da dies schwer mit Worten zu beschreiben ist und letztlich zu viel Interpretationsspielraum zulässt, sollen die folgenden Bilder Aufschluss geben:

Konfiguration für Doppelflaschen:
Hauptregler m. Mares
Backup m. Mares
Komplett
Konfig m. Apeks Reglern

Viele DIR Taucher verwenden Apeks Regler, hier vorzugsweise die DS4 und DST Stufen. Gegen den Einsatz einer DST Stufe ist sicher nichts einzuwenden. Allerdings ist der Einsatz einer DS4 Stufe als eher ungeeignet zu sehen. Insbesondere die Schlauchführung am Backup zum Finimeter ist ungeeignet. Hier kommt es regelrecht zu Stauchen im Wing.

Schlauchführung (vorne)
Seitlich
Hinten
Inflator-Schlauchführung

Es muss nicht immer so sein, dass die Schlauchlängen exakt eingehalten werden. Oft wird die Gesamtsituation schon sehr stark verbessert, wenn die Automaten "richtig" gedreht werden. Nachfolgende Fotos sind am Samaranger See entstanden. Der Taucher hatte zuvor lediglich einen 2,10m langen Schlauch (das war auch die einzige "konforme" Länge). Vor dem drehen der Automaten waren alle Schläuche durcheinander und unorganisiert. Knickschutz und abstehende Schläuche verhinderten ein Erreichen der Ventile. Nach dem Drehen der Automaten, waren die Ventile frei und kein Schlauch mehr im Weg. Einzig der Backup Schlauch liegt noch in einer großen Schlaufe. Jedoch ist die neue Konfiguration wesentlich übersichtlicher, leichter und einfacher zu bedienen. Durch die Verbesserungen ist die Ausrüstung insgesamt sicherer geworden und stellt in kritischen Situationen weniger Gefahr für den Taucher dar.

Gleiches Equipment,
nur anders konfiguriert
     

Technische Eckdaten:
Keine.

Pflege / Wartung:
Sobald ein Schlauch porös oder sogar undicht wird sollten alle Schläuche ausgetauscht werden. Natürlich nur unter der Voraussetzung, dass alle zur gleichen Zeit erworben wurden.

Hersteller:
Beliebig, solange die Längen passen.

Negativ Beispiele:
An jedem Tauchplatz ;-)

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