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Übersicht

Sinn und Zweck:

Der mit Abstand wichtigste Ausrüstungsgegenstand ist der Lungenautomat. Er versorgt den Taucher in jeder Situation mit dem lebensnotwendigem Gas. Daher ist es selbstverständlich, dass der Lungenautomat den hohen technischen Anforderungen gewachsen sein muss und über entsprechende Qualitätsmerkmale verfügt. Fehler innerhalb dieses Ausrüstungsgegenstandes bringen den Taucher unmittelbar in Gefahr. Um das hierdurch entstehende Risiko zu minimieren, werden grundsätzlich immer zwei unabhängige erste Stufen verwendet. Beide erste Stufen sind von höchster Qualität. Insbesondere der Reserveautomat darf nicht minderwertiger sein als der Hauptautomat. Eine Redundanz über einen "Oktupus", der an der selben ersten Stufe angeschlossen ist wie der Hauptregler ist nicht akzeptabel und als potentiell gefährlich einzustufen - insbesondere im technischen Tauchbereich.

Varianten:

An den Hauptflaschen werden zwei gleichwertige Lungenautomaten eingesetzt. Zum Einsatz kommen ausschließlich membrangesteuerte Automaten. Die an den Lungenautomaten angeschlossenen Schläuche erhalten keinen Knickschutz.

Mindestvoraussetzung:

Die Automaten müssen mindestens den Vorgaben der US-Navy und der EN250 entsprechen. Insbesondere die US-Navy Anforderungen sind hier zu erfüllen, da diese Norm strenger als die EN250 ist. Bei der US-Navy wird ein Kaltwassertest durchgeführt, bei dem die Atemregler 12 Stunden auf -17,7°C heruntergekühlt werden, die zweite Stufe wird in Salzwasserbad mit einer Temperatur kleiner 0°C eingetaucht. Verrichtet der Atemregler seine Arbeit korrekt, gilt der Kaltwassertest als bestanden. Leider wird dieser Test im Labor durchgeführt und berücksichtigt nicht zwingend praktische Umgebungsbedingungen, wie Verschmutzungen und ein evt. feuchter Gasvorrat. Letztlich muss immer damit gerechnet werden dass Lungenautomaten ausfallen können. Daher muss ein Taucher, der in den technischen Bereich des Tauchens vordringt, in der Lage sein alle Ventile der Ausrüstung sicher und schnell erreichen und ggf. schließen zu können. Die einzusetzenden Automaten müssen mindestens folgende Eigenschaften erfüllen:

DIR Anwendung:

Im DIR Bereich kommen hauptsächlich Automaten der Firma Apeks zum Einsatz. Diese Automaten erweisen sich als besonders kaltwassertauglich und unterstützen eine gute Schlauchführung im DIR Sinne. Andere Automaten, wie z.B. von mares, poseidon sind auch geeignet aber eben nicht "DIR-konform":-). Was gilt es sonst noch zu beachten?

Anschlussgewinde:

Alle zweiten Stufen werden immer über einen 3/8" Schlauch angeschlossen. So sind alle Schläuche identisch und können nach belieben getauscht werden. Befinden sich an den Automaten (wie z.B. bei Apeks DST) auch 1/2" Anschlüsse, sollten diese über einen Blindstopfen verschlossen werden.

Redundanz:

Um eine doppelte Redundanz bei den Atemreglern zu erreichen, werden die Zweiten Stufen nur "handwarm" an den Niederdruckschlauch angeschlossen. Auf diese Art und Weise könnte der Taucher unter Wasser die Stufen tauschen, was insbesondere dann wichtig ist, wenn eine zweite Stufe eines Dekogases ausgefallen ist. Durch die konsequente Verwendung der G5/8" Ventile kann auch stets unter Wasser jeder Automat getauscht werden, was ebenfalls bei dem Versagen eines Dekogasreglers äußerst hilfreich ist und die Redundanz der Ausrüstungsteile erhöht.

Befestigung:

Der Hauptregler wird, sobald man ihn nicht mehr benötigt (z.B. beim atmen aus einer Stage) an den rechten Brust-D-Ring mit Hilfe eines Edelstahlkarabiners eingeklickt. Für die Befestigung des Karabiners existieren zwei Möglichkeiten, die immer wieder kontrovers diskutiert werden.

  1. Der Karabiner wird mittels eines O-Ringes und eines Kabelbinders befestigt. Diese Variante hat den Sinn, dass es sich um eine lösbare, bzw. abreißbare Verbindung handelt.
  2. Im Grunde ist die Befestigung die selbe, nur dass der O-Ring durch eine Schnur ersetzt wird (Caveline). Diese Verbindung ist nicht abreißbar und muss im Notfall durchgeschnitten werden.
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Welche dieser Varianten die Beste ist, bleibt jedem selber überlassen. Ich persönlich habe meine Ausrüstung von der O-Ring-Lösung auf die Caveline-Befestigungen umgestellt. Für die Personen die eine Cavelineverbindung bevorzugen, habe ich im Bereich Utilities & Know How eine kleine Anleitung erstellt. Einfach diesem Link folgen.

Zu dem Thema Befestigung zählt auch noch wie der Backupautomat am Taucher befestigt wird. Hierzu ist ein Gummiband um das Mundstück zu fixieren, der sogenannte "Necklace". Der Durchmesser sollte dabei die 15cm nicht wesentlich überschreiten. Der Necklace wird um den Hals des Tauchers gelegt, so dass sich der Backupautomat praktisch immer in unmittelbarer Nähe des Tauchers befindet. Die Befestigung am Mundstück sollte so gewählt werden, dass im Notfall ein abreißen möglich ist.

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Schlauchführung:

Die Schlauchführung macht einen sehr großen Teil der DIR-Philosophie aus und wird im Kapitel "Schläuche" separat behandelt.

Knickschutz:

Alle Schläuche die an die Regler angeschlossen werden, erhalten keinen Knickschutz. Der Knickschutz stört letztlich nur die Schlauchführung und lässt keinen Blick auf die Verbindungsmuffen zu. Diese Muffen stellen den schwächsten Punkt der Schläuche dar, sobald hier ein Schlauch porös wird oder sogar anfängt undicht zu werden ist er umgehend auszutauschen. Im übrigen verhindert der Knickschutz ein schnelles abtrocknen der Muffe, was einen idealen Nährboden für Bakterien bietet und zugleich Korrosion fördert.

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Technische Eckdaten:

Erste Stufe:

Material: Messing / verchromt - salzwasserbeständig
Steuerung: Membran und balanciert
Abgänge: mindestens zwei Hochdruck (HD) und min. drei UNF 3/8" Niederdruck (ND)

Zweite Stufe:

Material: Delrin 500 (oder vergleichbar)
Atemwiderstand: Einstellbar über Kipphebel
Atemarbeit auf 50m
(6 bar):
0,04 Joule/Liter (Einatemarbeit),
1,28 Joule/Liter (Ausatemwiderstand)

Pflege / Wartung:

Der Service sollte vom Fachhandel durchgeführt werden. Als Richtwert kann man sagen alle 100 bis 150 Tauchgänge, mindestens aber alle zwei Jahre.

Hersteller:

Apeks, Scubapro, Mares

Negativ Beispiele:

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Kommentare

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Bereits erfolgte Kommentare:

wilke, 10.01.2012 - 22:14 Uhr
Hallo Günther, auf den Fotos ist tatsächlich eine eher unlösbare
Verbindung abgebildet. Aktuell habe ich ein duenneres gummiband mit zwei festgezogenen
Knoten, mit grober Gewalt ist es loesbar. Ich kann dass nur empfehlen, weil ein
ungewolltes bzw. unbemerktes loesen des Necklace sehr unangenehme Folgen im OOG Fall haben
kann. Bitte niemals die fertigen Gummibaender mit der vorgefertigten Montagemoeglichkeiten
kaufen, die loesen sich selbststaendig!! lg wilke

Günther, 07.01.2012 - 17:09 Uhr
Zum Halsring/\'Necklace\': Du sprichst davon, dass das die Befestigung im Notfall
abreißbar sein soll. Soweit ich das auf den Bildern erkennen kann, hast Du dort
(aber?) die Enden des Gummiseils unter den Kabelbinder gelegt, der das Mundstück am
Regler befestigt und die Enden des Gummiseils per Knoten vor dem Durchrutschen gesichert.
Entweder habe ich das Bild nicht richtig gesehen oder ist da möglicherweise ein
Widerspruch zwischen Bild und Text?

tim, 17.11.2011 - 14:57 Uhr
Hab mal ne frage was haltet ihr von seac sub als atemregler? z.b. Seac Sub D-Synchro Ice
DIN 300bar. Der kostet \"nur\" 250. Klar sind apeks besser aber ich bin nur
sporttaucher. Glaubt ihr das der Qualitatif reicht? Den werde ich dan als Hauptautomaten
nehmen mit Longhouse. und meinen alten Sherwood mit 2. 1. Stufe als 2. Automaten um den
Hals.

wilke, 25.07.2011 - 21:28 Uhr
hi michael, 1/2\" wird aus kompatibilitätsgründen nicht verwendet,
außerdem sind die 1/2\" schläuche recht steif. lg wilke

Michael, 25.07.2011 - 19:40 Uhr
Hallo, warum gehst du beim Anschluss der 2. Stufe zwingend von 3/8\" aus? Gibt es
irgendwelche Gründe die gegen 1/2\" stimmen? Sorry wenn ich grad systematisch
deine Seite durchkämm aber es ist so interessant..:P

Wilke Reints, 07.07.2011 - 21:01 Uhr
Hallo Lutz, das ist ein guter Beitrag, ich muss allerdings gestehen, dass ich mittlerweile
auch Caveline verwende, aber Dein Beitrag hat mich sofort nachdenklich gemacht, vielen
Dank für den Input. @Sebastian, du hast natürlich Recht!!! Habe es geändert
besten Dank auch an Dich! Liebe Grüße Wilke

Lutz, 06.07.2011 - 10:45 Uhr
Ich bin sehr froh, dass ich eine abreissbare Verbindung am Atemregler und Fini habe. Ich
hatte nämlich das Vergnügen, dass ich bei einem Boots-TG den Anker hinter einem
Stein lösen mußte und die Guides sofort oben wie wild an der Ankerleine zogen.
Ich konnte gar nicht so schnell reagieren, wie mein Fini am Anker hing und zum Glück
vom Karabiner abriss. Gruß Lutz

Sebastian, 05.07.2011 - 11:46 Uhr
Hallo, ich denke du meins Durchmesser :) \"Der Radius sollte dabei die 15cm nicht
wesentlich überschreiten\" gruß, Sebastian

wilke, 02.02.2011 - 18:16 Uhr
abreissbar oder nicht ist eine alte fragestellung, der kabelbinder in kombi mit caveline
ist etwas langlebiger als die oring loesung, mittlerweile habe ich an meiner ausruestung
auch auf eine abreissbare verbindung verzichtet lg aus dahab wilke

Špalek, Prag: HOG-Spalek(at)seznam.cz, 10.01.2011 - 21:39 Uhr
Nur eine Bemerkung: Den Sinn hinter der Break-away-connection verstehe ich, obwohl ich nur
Cut-away benutze. Was ich aber nicht verstehe ist wieso jemand anstatt nur eines O-Rings
noch einen Kabelbinder hinzufuegt. Noch ein Teil das reissen kann, wenn man es gerade
nicht moechte. Wie es immer wieder bei Kabelbindern im kalten Wasser geschiet, wenn man
sie nicht nur fuers Mundstueck benutzt. Ich weiss, das waere keine Tragoedie, aber ein
PITA waere es schon ;).

Wilke Reints, 30.09.2010 - 17:45 Uhr
Der Backupregler hängt viel zu tief, im Vergleich zu dem ersten Foto aber eher eine
Kleinigkeit. LG Wilke

Wilke Reints, 30.09.2010 - 17:45 Uhr
Der Backupregler hängt viel zu tief, im Vergleich zu dem ersten Foto aber eher eine
Kleinigkeit. LG Wilke

Wilke Reints, 30.09.2010 - 17:44 Uhr
Der Backupregler hängt viel zu tief, im Vergleich zu dem ersten Foto aber eher eine
Kleinigkeit. LG Wilke

sandi.bracko@gmail.com, 30.09.2010 - 15:00 Uhr
Hello! Was ist nicht richtig am Bild 2 - negativ Beispile Mfg Sandi