Ein pSCR, wie z.B. das AH1, RB80, Habanero usw. haben letztlich nur ein Ziel: sie sollen das zur Verfügung stehende Atemgas „strecken“ und damit sicherstellen, dass der Taucher bei einer üblichen Flaschenkonfiguration länger unter Wasser verweilen kann. Neben diesem Hauptziel verfügen diese Geräte auch über weitere, angenehme Vorteile. So wird z.B. kein kaltes und trockenes Gas geatmet, sondern ein durch den Atemkalk angewärmtes, feuchtes Atemgemisch bereitgestellt. Ein weiterer großer Vorteil stellt die Bauart dar. Diese ist so ausgelegt, dass sie sich ideal in eine typische DIR Konfiguration einbinden lässt. Über all diese Vorteile, dürfen die potentiellen Gefahren, die grundsätzlich von Rebreathern ausgehen nicht unterschätzt werden. So muss klar erwähnt werden, dass auch bei pSCR Geräten das Gefahrenpotential um ein Vielfaches höher ist, als bei einem vergleichbaren offenen System. Aus diesem Grund wird vom Anwender beim Umgang mit solchen Geräten stets maximale Aufmerksamkeit gefordert.
Die ursprünglichste Variante stellt sicher das RB80 von Halcyon dar. Allerdings ist die kommerzielle Verfügbarkeit dieser Geräte speziell in Deutschland kaum gegeben, so dass sich einzelne Hersteller in Deutschland darauf konzentriert haben Kopien oder ähnlich aufgebaute Geräte zu entwickeln und zu fertigen. Eine objektive Beurteilung der verschiedenen Gerätevarianten ist nicht möglich. Schwere bzw. tödliche Unfälle sind kaum bekannt und noch weniger dokumentiert. Um eine zuverlässige Qualität sicherzustellen ist es grundsätzlich sehr empfehlenswert einen Lieferanten auszuwählen, der eine 100%ige Kopie des RB80 anbietet – nur so kann sichergestellt werden, dass das Gerät eine maximale Zuverlässigkeit garantiert, schließlich wurden unzählige, anspruchsvolle Tauchgänge mit diesem Gerätetyp unternommen. Alle anderen Geräte – und seien die Änderungen noch so minimal, stellen immer das Risiko dar, dass keine ausreichende Erfahrung dieser Modifikationen vorliegt – hierdurch steigt konsequenterweise das Risiko einer Fehlfunktion.
Abschließend wird man feststellen, dass es am Markt eigentlich nur eine ständig und zuverlässig verfügbare Quelle für 1:1 Kopien gibt – und dass ist das AH1 von der Firma GDS.
Neben der technischen Ausprägung des Gerätes muss im gleichen Atemzug auch die Ausbildung betrachtet werden. Der erfolgreiche und damit sichere Umgang mit solchen Geräten hängt eben zu einem erheblichen Teil auch von der Ausbildung ab. Genau wie bei der Beschaffung, stellt auch die Ausbildung ein nicht zu unterschätzendes Problem dar. Offizielle Ausbildungen gibt es nicht – GUE Instruktoren sind unbezahlbar, schulen nur für RB80 Geräte und sicher nicht für Kopien – damit wird’s eng und ein Interessent ist auf inoffizielle Quellen angewiesen. Bezüglich der Ausbildung gibt es damit keine offizielle Empfehlung – hier könnte ich im Einzelfall eine Vermittlung anbieten.
Mindestvoraussetzungen sind gem. der beschriebenen Rahmenbedingungen denkbar einfach zu formulieren. Entweder ein Original RB80 oder ein AH1 – alle anderen Gerätearten sind inakzeptabel und bergen in der Regel zu große Risiken.
Im Bezug auf die Ausbildung gibt es ebenfalls Mindestvoraussetzungen. Der Trainer sollte in jedem Fall eine fundierte GUE Ausbildung vorweisen können. Idealerweise hat er bereits einen RB80 Kurs bei GUE absolviert und kann die dort erlernten Skills und Konfigurationen weitervermitteln. Zusätzlich muss die Bereitschaft bestehen, dass dieser Ausbilder „Fremde“ Taucher ausbildet und damit versicherungstechnisch sicher ein enormes Risiko eingeht.
Eine mögliche Alternative bieten ggf. geschlossene Anwenderkreise, die oft für ihr eigenes Team fertigen und ausbilden. Nachteil ist allerdings, dass solche Organisationen ihr Know How so gut wie nie der Masse zur Verfügung stellen. Einzige Möglichkeit scheint hier zu sein, sich in die entsprechenden Gruppierungen einzuordnen - was u.U. auch sinnvoll sein kann, insbesondere wenn man sich in Richtung Höhlentauchen orientieren will.
Wie die Ausbildung auch immer aussehen wird – es muss klar sein, dass am Ende kein Brevet übergeben wird – dies erschwert ein Tauchen an Orten, an denen ein Brevet als quasi Voraussetzung erforderlich ist. In den klassischen Urlaubsdestinationen wird es damit sicher sehr schwer werden eine Tauchgenehmigung zu erhalten. Überhaupt wird das Tauchen mit einem solchen Gerät schnell zum Problem. Ein Frame mit „selbstgebastelter“ Brücke wird sicher von den meisten gewissenhaften Tauchbasen nicht befüllt. Auch wird es schwer mit dem Gerät Tauchpartner zu finden. CCR’s scheiden quasi sofort aus, da sie um Längen bessere Dekompressionsbedingungen schaffen und die Prozeduren zu unterschiedlich sind. Weitere pSCR Taucher sind kaum vorhanden, so dass man wieder mit „Offenen Tauchpartnern“ tauchen muss – dies stellt aber die Nutzung eines pSCR wieder grundsätzlich in Frage… Viele Gründe die im Prinzip gegen die Anschaffung eines solchen Gerätes sprechen – allerdings ist die Art der Konfiguration, der Prozeduren und der Sicherheitsüberlegungen so gut ausgefeilt, dass dieser Rebreather der Einzige am Markt ist, der verhältnismäßig sicher getaucht werden kann und über ein enormes Taucherisches Potential verfügt – darüber hinaus macht es auch einfach nur Spaß mit einem solchen Gerät zu tauchen…
Mindestvoraussetzungen der Anbauteile eines solchen Gerätes sind ebenfalls schnell erklärt. Bis auf den Switchblock bleibt alles beim Alten – wer also seine Ausrüstung mit einer D18 im Schlaf bedienen kann, der wird im Vergleich zu einem pSCR kaum einen Unterschied spüren – natürlich kommen neue Skills und Verhaltensweise hinzu und auch der Atemkomfort ist anders, aber im Prinzip bleiben sehr viele Dinge so wie sie bereits beim offenen System angewandt wurden – sicher ein unschätzbarer Vorteil dieser Geräteart.
Die DIR Anwendung ist komplex, zumal eigentlich der vollständige Inhalt der Konfigurations-Rubriken wiederholt werden müsste um wirklich jede kleinste Änderung zu dokumentieren. Allerdings sollen diese Seiten keinen Kurs darstellen, sondern nur allgemein über pSCR informieren. Daher beschränkt sich die Anwendung hier auf die Kernthemen Konfiguration und die wichtigsten Skills.
Wir gehen davon aus, dass ein pSCR mit Frame und montierten Flaschen zur Verfügung steht. In meinen Beispielen wird von einer D12 Konfiguration ausgegangen. Zunächst stellt sich die Frage nach der Konfiguration der Atemregler und des Switchblockes. Fangen wir mit den Atemreglern an: Zum Einsatz sollten ausschließlich Scubapro Automaten der MK Serie kommen. Andere Automaten sind zwar auch möglich, erschweren aber die Schlauchführung unnötiger Weise. Die MK Automaten passen 100%ig und verfügen auch über die erforderliche Zuverlässigkeit.
Eine Besonderheit stellt der Drive Hose dar. Dieser wird verwendet um den Switchblock, der sich auf der rechten Seite des Tauchers befindet, mit dem Atemgas des Rückengerätes zu koppeln. Vom Switchblock ausgehend werden zwei weitere Atemreglerschläuche zu den Anschlüssen am Rebreather geführt. Der Switchblock stellt damit die „Schaltzentrale“ des Rebreathers dar. Mit diesem Ausrüstungsteil kann der Taucher entscheiden, welches Atemgas dem Rebreather zugeführt wird. Damit alle Verbindungen zum Rebreather unter Druck und im Wasser steckbar bleiben werden so genannte Swagelok Kupplungen eingesetzt.
Kommen wir zu der Begründung der Konfiguration – viele werden sich fragen „warum wird der Rebreather mit seinen beiden Anschlüssen nur vom Backupregler betrieben?“ Die Antwort dazu ist relativ einleuchtend: Das der Backupregler aufgrund einer Überlastung seinen Dienst verweigert kann im Rebreatherbetrieb ausgeschlossen werden. Die Gasabgabe an den Rebreather stellt nur einen Bruchteil des normalen Verbrauchs dar, ein Vereisen ist damit ausgeschlossen. Sollte es dennoch zu einer kritischen Situation kommen, kann der Rebreather mit nur einem Ventil abgedreht werden, während der Taucher weiter aus seinem Bailout Mundstück offen aus dem Rückengerät atmen kann. Wären die Rebreatheranschlüsse auf den Haupt- und Backupregler verteilt, müsste der Taucher im ungünstigen Fall beide Ventile abdrehen – sicher keine schöne Vorstellung – natürlich könnte man die Regler auch nacheinander schließen – nur dies würde viel zu lange dauern! Daher versorgt nur der Backupregler den Rebreather: Kaum belastet, abdrehbar ohne die alternative Gasversorgung für den Taucher zu unterbrechen, – das ist die Maxime dieser Konfiguration.
Es gibt dann doch eine Sache, die mich massiv am Rebreather und dessen Zubehör nervt – und das ist der Switchblock. Der standardmäßig eingesetzte Switchblock ist, gelinde gesagt, das unhandlichste Teil, dass ich jemals unter Wasser bedienen musste. Klobig, schwer, Ecken, Kanten und Ösen in denen sich so ziemlich alles verfangen kann. Klar, dass z.B. Wracktauchen damit noch anspruchsvoller wird!
Wird die Konfiguration des Switchblockes objektiv betrachtet und mit dem DIR Leitsatz „keep it simple“ verglichen, so wird schnell auffallen, dass eine Menge positiver Grundeinstellung zum DIR System nötig ist um die Konfiguration des Switchblockes zu verteidigen. Eigentlich ist dieser Teil des Rebreathers völlig DIR untypisch – ja fast schon „strokig“.
Das größte Problem an dem Swichblock ist letztlich seine Größe. Bei der typischen Höhlentaucher Konfiguration, also den Switchblock am rechten D-Ring befestigt, belegt dieser nahezu den gesamten D-Ring. Eine riesige Schlaufe, sperrige Ventile und ein abstehender Anschluss für die Stage sind der Horror. Wegen dieser Sperrigkeit neigt der Switchblock schnell zum Verkanten und verhindert ein flottes Freigeben des Long hose. Wird auch noch die Lampe in den rechten D-Ring geklippt ist das Chaos perfekt. Lampe, Regler, Working-Boltsnap und Switchblock bilden dann schnell eine “unzertrennliche” Masse. Neben der Gefahr die von einer solchen Konfiguration ausgeht, nervt es einfach nur gewaltig.
Wie kann dem ein Ende gesetzt werden? Das ist die Frage die mich seit dem Kauf des Gerätes intensiv beschäftigt. GUE Konfiguration und EKPP Konfiguration sind so unglaublich sperrig, dass letztlich nur ein Re-Design eine mögliche Lösung versprach.
Der erste Schritt ist sicher die Beschaffung eines Swagelok Kataloges. Swagelok baut einfach die besten Ventile und steht für sehr, sehr gute Qualität – die allerdings auch ihren Preis hat.
Nach tagelangem welzen des aktuellen Kataloges, fällt schnell auf, dass Swagelok mittlerweile kompaktere Versionen der Kükenventile zum Verkauf bietet, diese bildeten schnell die Grundlage für den neuen Switchblock. Ziel war es einen Switchblock zu schaffen, der wie eine Pistole gehalten werden kann, dabei sollten die Ventile so angeordnet sein, dass sie vom Taucher weg zeigen, aber dennoch mit einem Handgriff um griffen werden können. Sollte einer der Ventile nicht geöffnet sein, so muss dieses beim Umfassen sofort spürbar sein. Ehrlich, bis die Anordnung der Ventile definiert war, ging schon einige Zeit um -vielen herzlichen Dank an Peter Förster, der hier ganze Arbeit geleistet hat!
Nachdem die Kükenventile ihre finale Position gefunden hatte, ging es um den Block selber. Dieser sollte ebenfalls klein bleiben, gleichzeitig aber auch die Sinterfilter aufnehmen. Eigentlich gibt es wenig Gründe diesen zu verwenden, allerdings scheint mir der Einsatz eines solchen Filters nicht ganz abwegig, schließlich strömt immer ein wenig Wasser beim Kuppeln in den Switchblock. Problem bei der Dimensionierung ist letztlich, die Tatsache, dass die Kükenventile für die Montage drehbar bleiben müssen und dass der Sinterfilter mit ausreichend Platz eingesetzt werden kann. Wieder bestimmten die minimalen Maße die Gesamtgröße. Ein paar Prototypen später war das korrekte Maß gefunden. Sinterfilter, Kükenventile waren damit untergebracht. Problem war noch der Anschluss. Dieser sollte in Richtung Stage zeigen, aber auch nicht zu weit abstehen. Letztlich haben wir uns dafür entschieden einen Winkel einzusetzen, der den Switchblock in seiner gesamten Größe noch ein Stück schrumpfen lies. Auf den zweiten Anschluss wurde gänzlich verzichtet.
Über die Verwendung von nur noch einem Anschluss habe ich mir lange den Kopf zerbrochen. Alle bekannten Konfigurationen verwenden derzeit zwei Anschlüsse. Idee ist es, dass der Drive Hose vom Rückengas eingesteckt, aber nicht verbunden wird. Man sagt dazu auch „Dummy pluged“. Idee ist, dass bei einem Problem mit der Gasversorgung schnell auf das Rückengas gewechselt werden kann, in dem einfach der bereits vorgesteckte Anschluss eingesteckt wird.
In dieser Prozedur steckt leider tödliches Potential, werden aus einem dummen Zufall beide Anschlüsse gleichzeitig gesteckt, ergibt sich ein unkalkulierbares Gasgemisch, dass je nach Tiefe verherende Wirkung haben kann. Egal warum, aber es ist möglich beide Anschlüsse gleichzeitig zu stecken – und kann zu den übelsten Folgen führen. Warum also gibt es den 2. Anschluss überhaupt?
Was wäre wenn nur ein Anschluss vorhanden wäre? Richtig – dieses Risiko wird unmittelbar aufgelöst und besteht nicht länger! Folglich darf es innerhalb eines Systems, dass für sich selber die sichersten Methoden voraussetzt einfach keinen zweiten Anschluss geben – erst wenn diese Bedingungen zutreffen, würde ich von „Doing it Right“ reden.
Natürlich muss jetzt auch die Schlauchführung angepasst werden, aber daher die eh jeder pSCR Taucher anderes hat, dürfte es nicht zu unüberwindbaren Problemen kommen ;-)
Der Trick besteht darin, dass der Drive Hose ebenfalls mit einem Karabiner ausgestattet am rechten D-Ring befestigt wird. Die Schlauchlänge ist natürlich DIR konform und beträgt 56cm. Wir der Switchblock über das Rückengas betrieben, so kann ganz einfach der Drive Hose (während der Taucher im OC Modus taucht) eingesteckt werden. Der Switchblock ist genau so dimensoniert, dass es ganz genau passt. Wird auf eine Stage gewechselt, folgt die gleiche Prozedur – OC – Drivehose raus – Stage rein – Fertig. Erstaunlich ist, dass alle Prozeduren genauso bleiben können wie sie bisher angedacht waren.
Die OOG Situation ist beim Tauchen mit einem pSCR etwas, sagen wir „unkomfortabel“ gelöst. Der Long Hose mit dem Primary Regler befindet sich während des Tauchens in dem rechten Brust D-Ring. Wie gewohnt wird dieser dort mittels Karabiner fixiert. Kommt es zu einer OOG Situation muss man wissen, dass die Freigabe des Long Hoses nicht unmittelbar möglich ist, weil die Schläuche des Rebreathers über dem Long Hose liegen und damit im Weg sind. Die einzige Möglichkeit den Long Hose freizugeben besteht darin, den Loop zu verlassen, und über den Taucher schweben zu lassen. Erst jetzt kann der Long Hose freigegeben werden. Problem ist nur, dass der pSCR Taucher seinen Kreislauf vorher über das Mundstück schließen muss – vergisst er dies in der Hektik, läuft der Rebreather voll Wasser und ist danach unbrauchbar! Dumm ist auch, dass das Prozedere prinzipiell länger dauert als beim Offenen tauchen. Ein weiteres Problem kann entstehen, wenn sich der Primary Regler am Brust D-Ring verkantet, bzw. sich nicht schnell genug lösen lässt. In einem solchen Fall kann der Regler nur freigegeben werden, wenn er „abreißbar“ montiert wurde – dies ist jedoch nach dem Willen von GUE nicht vorgesehen – meiner Meinung nach zu gefährlich, daher habe ich wieder eine „abreißbare“ Verbindung für meine Rebreather Konfiguration geschaffen.
Erfreulich ist, dass ich das Stagehandling nicht neu beschreiben muss, denn auch dieses bleibt weitestgehend wie es ist. Der Taucher eines pSCRs muss sich nur daran gewöhnen den Swagelok Schlauch der Stage zu ziehen und diesen mit dem Switchblock zu verbinden – und den Drive Hose aus dem Swichtblock zu entfernen. Weiter muss er beachten, dass der Rebreather nach dem Gaswechsel ausreichend gespült wird. Grundsätzlich muss genau dieses Vorgehen intensiv unter Beobachtung eines Erfahrenen pSCRs Tauchers bis zum „umfallen“ geübt werden. Hier können, genau wie beim offenen System, kleine Fehler schwerwiegende Folgen auslösen.
Einer der wichtigsten Skills ist sicherlich der Umgang mit dem O2-Drop. Bauartbedingt wird der Sauerstoffanteil im Rebreather nie dem Sauerstoffgehalt des einspeisenden Gases entsprechen, sondern immer darunter liegen. Gefährlich an dieser Tatsache ist, dass dieser Drop in den flacheren Regionen stärker ausgeprägt ist als in tieferen Regionen. Dieses Drop Verhältnis muss bekannt sein und mit entsprechenden Nitrox Atemgemischen entgegengewirkt werden. Weiter kommt hinzu, dass beim Auftauchen das Atemgas in der Gegenlunge eine Ausdehnung nach dem Boyle-Mariotte Gesetz erfährt. Die Gegenlunge vergrößert damit ihr Volumen und die Triggerplatte erreicht niemals die Trigger, die neues, sauerstoffreicheres Atemgas injizieren. Würde der Taucher beim auftauchen kontinuierlich aus der Gegenlunge atmen, würde er nach kurzer Zeit einer Hypoxie erliegen, ohnmächtig werden und mit sehr großer Wahrscheinlichkeit ertrinken. Über den so genannten „Spülvorgang“ kann dieser unangenehmen Eigenschaft sehr, sehr einfach entgegen gewirkt werden. Beim Spülvorgang wird einfach das Atemgas nicht über den Mund zurück in den Kreislauf geatmet, sondern über die Nase an das umgebene Wasser abgegeben. Man entzieht damit dem Kreislauf und der Gegenlunge das Volumen, und erzielt damit, dass die Triggerplatte wie gewohnt den Triggermechanismus betätigen kann.
Um die Funktionsweise näher zu erläutern soll die folgende Abbildung dienen:
Zudem ist es wichtig, dass der Hersteller professionell vorgeht und nicht irgendwelche Garagendrehbänke zur Fertigung verwendet. Netterweise hat GDS mir die CAD Zeichnungen zur Verfügung stellt, die sicher davon zeugen, dass hier verlässlich gearbeitet wird - natürlich helfen die Zeichnunen auch um sich von der Funktionsweise des Gerätes ein besseres Bild machen zu können.
Gemäß Empfehlung des Herstellers.
Halcyon, GDS
Keine
Ihr habt eine Meinung, Anregung oder Kritik zum Bericht?
Dann einfach hier die Gelegenheit nutzen Euch anonym mitzuteilen:
Wilke Reints, 17.07.2010 - 11:43 Uhr
Hallo Volker,
der Atemkalkbehälter hat etwa ein Volumen von 4 kg. Um den
Atemwiderstand nicht unnötig zu erschweren wird eine Körnung von 2-5mm
eingesetzt. Ehrlich gesagt habe ich es mit dem klassischen \"Inspiration\" Kalk
(1-2.5) noch nicht ausprobiert. Der o.g. Kalk funktioniert aber recht gut ;-) Liebe
Grüße Wilke
Volker Holthaus, 16.07.2010 - 12:20 Uhr
Hallo Wilke,
eine kurze Frage zu dem Kalk, den du einsetzt. Auf dem Bild sehe ich einen
Sofnolime 2-5 mm Granules, der allerdings eine geringere Absorbtionsleistung hat, als der
für das Tauchen zugelassene Sofnolime 797 1-2.5 mm. Vor allem in Hinblick auf
längere und kalte Tauchgänge würde es mich interessieren, warum du auf
diesen Kalk zurückgreifst.
Des weiteren würde mich interessieren, wie
groß die Kalkmenge im RB80/AH1 Klon ist und wie lange du diesen bei 4 Grad
Wassertemperatur für einen Tauchgang oder auch für mehrere Tauchgänge ca.
benutzt ?
Ein wirklich sehr gelungene Seite mit vielen Informationen.
Vielen Dank
schon im voraus und Gruß
Volker
Wilke Reints, 04.05.2010 - 17:55 Uhr
Hallo Martin, kopfübertauchen ist mit dem RB ein sehr schwieriges Unterfangen, durch
die Druckunterschiede zwischen Gegenlunge und menschlicher Lunge ist ein Atmen in dieser
Position nur sehr schwer möglich. I.d.R. schaltet der Taucher auf OC. Aber
grundsätzlich ist die Konstruktion so ausgelegt, dass kein Kondensat in die
Atemschläuche gelangen kann, völlig unabhängig von der Wasserlage. Liebe
Grüße Wilke
mp@cim.irb.hr, 03.05.2010 - 18:21 Uhr
Sehr geehrte Herr Reints,
nachdem ich mir Ihre konstuktion angesehen habe, frage ich
mich nun, ob Kondensat beim Kopfuebertauchen in den Kalk gelangen kann. Ansonsten schon
mal vielen Dank fuer die Informationen und Gratulation zur schoenen und informativen
Seite.
mit freundlichen Gruessen,
Martin Pfannkuchen