Flossen sichern den Vortrieb des Tauchers unter Wasser. Jedoch wird innerhalb einer guten Ausbildung zum technischen Taucher auch das Rückwärtsschwimmen nur mit Hilfe der Flossen gelehrt. Um dieses umzusetzen, ergeben sich Anforderungen an Gestalt und Materialbeschaffenheit einer Flosse.
Am Markt existieren unendlich viele Varianten von Flossen. Sind es nun Force Fins oder Split Fins oder auch nur ganz normale Flossen. Jeder Hersteller verspricht seinem potentiellen Kunden den bestmöglichen Vortrieb bei minimalem Kraftaufwand.
Letztlich erfüllen jedoch alle den gleichen Zweck. Einige Flossen nutzen das Potential tatsächlich besser aus, andere hingegen sind selbst für den Sporttauchbereich als kritisch bzw. eher schlecht geeignet einzustufen. Insbesondere Flossen, die bereits vordefinierte Knickbereiche im Flossenblatt aufweisen, erweisen sich als problematisch. Solche Flossen neigen dazu Unmengen von Dreck aufzuwühlen, des Weiteren sind sie für fortgeschrittene Flossentechniken nicht einsetzbar und bieten bei starken Strömungen nicht ausreichend Vortrieb.
Um das Rückwärtsschwimmen und das normale Vorwärtsschwimmen erfolgreich durchführen zu können ergeben sich ein paar wichtige Anforderungen an eine Flosse, die einen Teil der Hersteller bereits ausschließt:
Am meisten werden die Flossenbänder diskutiert. Ich möchte mich daher zuerst auf dieses Thema konzentrieren. Nahezu alle Hersteller von Flossen verwenden Flossenbänder mit mehr oder weniger aufwendigen Verschlussmechanismen, in Kombination mit Fersenbändern aus Gummi. Jeder Taucher der eine gewisse Anzahl von Tauchgängen überschritten hat wird zwangsläufig den Tag erleben an dem dieses Fersenband reißt, oder der Verschluss seinen Dienst verweigert. Ist dann kein Ersatz parat ist der Tauchgang beendet. Nun diese Beschreibung der Situation beschreibt den positiven Fall, nämlich, dass das Band oder der Verschluss vor dem Tauchgang zerstört wird. Was aber passiert, wenn ein Taucher, der mit mehreren Flaschen beladen ist plötzlich unter Wasser eine Flosse verliert? Und das womöglich noch bei Strömung? Es ist recht einfach sich auszumalen, was diesem Taucher bevorstehen wird, insbesondere wenn noch längere Dekozeiten durchzuführen sind.
Um zu verhindern, dass gerissene Flossenbänder oder defekte Verschlussmechanismen einen Taucher in Gefahr bringen werden sie schlichtweg entfernt. An ihrer Stelle rücken einfache Edelstahlfedern. Diese haben nebenbei noch den angenehmen Nebeneffekt dass sie ein extem schnelles Anziehen der Flossen ermöglichen.
Das durchgehende Flossenblatt ohne vordefinierte Knickbereiche sowie der Verzicht auf Materialmischungen machen die Flosse unverwüstlich. Ein Defekt einer "DIR-konformen" Flosse kann nahezu ausgeschlossen werden. Was in anbetracht der Tauchgänge auch wünschenswert ist.
Ein stabiles Fußbett sollte wie bei jeder Flosse nicht fehlen. Hier sollte darauf geachtet werden, dass der Fuß min. zu 2/3 in dem Fußbett eingeführt werden kann, ohne den Fuß nennenswert zu quetschen. Ein zu enges Fußbett wird bei längeren Tauchgängen zu Krämpfen führen. Schwimmbadflossen werden nicht verwendet.
Als Material sollte Vollgummi verwendet werden.
Keine Besonderen Hinweise
Hersteller unbekannt. Produktnamen: Turtle, Jetfin
Keine