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Übersicht

Sinn und Zweck:

Der Sinn und Zweck einer Heizung steht sicher außer Frage – der Taucher soll weniger frieren und insbesondere lange Dekompressionsphasen komfortabler überstehen. So gesehen sind die Zusammenhänge schnell klar. Allerdings sorgt die Fragestellung: „Wie wird der Tauchgang enden, wenn die Heizung ausfallen sollte“ durchaus für interessante Diskussionen.

Varianten:

Die Varianten sind nicht allzu zahlreich. Im Prinzip wird zwischen Westen und Nierengurte unterschieden. Heizhemden wärmen den gesamten Oberkörper, während Nierengurte nur den unteren Rücken- und Bauchbereich wärmen. Beide Systeme sind gut und es ist letztlich eine Geschmacksfrage welches System bevorzugt wird.

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Neben der Ausführung der Heizhemden gibt es erwähnenswerte Varianten bei der Gestaltung der Stromversorgung und dessen Anschluss an den Trockentauchanzug.

In der DIR Szene hat sich automatisch eine spezielle Anschlussvariante etabliert. Lustigerweise sind damit wieder alle DIR Taucher kompatibel, was letztlich die o.g. Fragestellung nach dem Ausfall eines Heizungssystems teilweise entschärft.

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Sollten Tauchgänge längere Heizdauern erfordern, bzw. hält sich der Taucher in einer Höhle auf, bietet es sich an den Akkutank in Form einer Stage (i.d.R. 40 cuft Format) mitzuführen. Dieser Akkutank (auch Heating Tube genannt) wird während der Heizphase am Lampenakkutank über einen D-Ring befestigt. Außerhalb der Heizphase wird der Akkutank wie eine normale Stage im leech mitgeführt.

Eine besondere Akkutankvariante stellt der kombinierte Heiz- und Lampentank dar. Eine solche Lösung nutzt den Lampen-Akkutank auch für den Betrieb der Heizung. Solche Lösungen sind nur dann sinnvoll, wenn der Taucher nicht zwingend auf die Lampenfunktion angewiesen ist. Damit scheidet diese Lösung für das Höhlentauchen vollständig aus.

Im Allgemeinen ist eine solche Variante auch insbesondere dann ungünstig, wenn ein zweiter Lampentankdeckel ohne Heizungskabel nicht zur Verfügung steht. Fehlt dieser zweite Lampendeckel, dann muss der Taucher immer ein zusätzliches Heizungskabel mitführen, auch wenn er die Heizung gar nicht verwendet, dies stört ungemein.

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Sollte ein Taucher nur kurze Heizzeiten benötigen, kann alternativ ein zusätzlicher (kleiner) Heizungstank auf den rechten Teil des Bauchgurtes aufgezogen werden. Diese Variante lässt Brennzeiten von bis zu 1 Std. zu und stellt durchaus eine vernünftige Alternative zur separaten Heating Tube dar.

Im Trockentauchanzug liegende Akkus sind ein No Go. Diese Variante stellt immer die potentielle Gefahr dar, dass der Akku nicht deaktiviert werden kann, was im schlimmsten Fall zu übelsten Verbrennungen führen kann. Also Finger weg von solchen Bastellösungen!

Mindestvoraussetzung:

Die Mindestvoraussetzungen für ein funktionierendes und kompatibles Heizungssystem sind schnell zusammengefasst:

DIR Anwendung:

Von einer „DIR Anwendung“ kann man hier im eigentlichen Sinne nicht sprechen. Wichtig ist, dass die Anschlüsse exakt gleich sind um eine Kompatibilität untereinander zu gewährleisten.

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Interessant ist in diesem Zusammenhang noch die Formel P=U*I. Also die Leistung in [Watt] ist gleich dem Produkt aus der der gemessenen Spannung [Volt] und dem gemessenen Strom [Ampere]. Um zu überschlagen wie viel Ah ein Akku mindestens zur Verfügung stellen muss um beispielsweise mit einer 50W Heizung 3 Std. zu überbrücken, kann die Formel wie folgt verwendet werden:

I=P/U =50W/12V = 4,17 A

Ein Akku mit einer Leistung von 4,17 Ah würde folglich für 60min. 4,17A liefern und damit 50W zur Verfügung stellen. Um 3 Std. zu überbrücken wären damit mindestens 4,17*3 Ah = 12,51 Ah erforderlich.

Dies ist eine sehr grobe Berechnung, weil so ziemlich alle realen Rahmenbedingungen des Akkus ignoriert werden. Aber es ist eine schnelle Möglichkeit auszurechnen wie lange die Heizung in etwa arbeiten wird.

Technische Eckdaten:

Pflege / Wartung:

Keine

Hersteller:

CE Hersteller sind kaum vertreten KTU stellt hier außerhalb des EWR (Europäischen Wirtschaftsraumes) eine Alternative dar. Ansonsten sind Eigenbauten auch eine gute Wahl.

Negativ Beispiele:

keine

Kommentare

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Anmerkung:

Bereits erfolgte Kommentare:

Tilo, 23.04.2010 - 20:16 Uhr
Der Heizungstank wird meistens irgendwo hinterlegt wo die Deko gemacht wird (In der
Höhle am Eingang oder beim ersten längeren Stop, 21m oä er wird also
selten ständig mitgeführt, man kann sich also zusätzliche D Ringe
sparen und beim auftauchen den Tank ins Leash hängen

Wilke Reints, 16.03.2010 - 11:28 Uhr
Hallo dindiver, der D-Ring am Lampentank hat durchaus seine Berechtigung, beim Rebreather
wird dort (zumindest bei GUE) der Switchblock befestigt. Der Heizungstank kann hier auch
eingeklinkt werden. Wichtig ist, dass der D-Ring beweglich ist. Andere Lösungen gehen
mittlerweile dahin, dass der D-Ring an den Doppelflaschen befestigt wird. Hier können
weitere Stages und auch Heizungstanks eingeklickt werden. Wer den zusätzlichen D-Ring
nicht mag, der kann den Heizungstank auch wie eine normale Stage handhaben... LG Wilke

dindiver@hotmail.com, 15.03.2010 - 22:51 Uhr
Ist der zusätzliche D Ring auf dem Lampentank nicht eine potentielle
Gefahrenstelle? Habe mich länger mit dem gedanken einer heating Tube rumgespielt
aber der D Ring stört echt!